Kleine Heldin

Plötzlich schlug sie die Augen auf.

Gerade noch hatte sie geträumt. Ein schöner Traum.

Sie hatte ihr Bett geteilt.

Einfach nur nebeneinander liegen, mit dem Gefühl, dass jemand da ist.

Doch nun musste sie feststellen, dass da niemand war.

Niemand, der ihr mit einem Lächeln ''Guten Morgen'' wünschte.

Niemand, der sie in den Arm nahm.

Niemand, der ihr die Tränen wegwischte.

Nur ein leeres Kopfkissen, eine Decke, die noch unberührt war.

Das Bett fühlte sich hart an.

Eher wie ein Kerker, nicht wie ein Zuhause.

Ihre Bettdecke war wie Stein, schwer, erdrückend, Luft raubend.

Und immer wieder fiel ihr Blick auf den Platz neben ihr, der doch eigentlich besetzt, der warm sein sollte.

12.1.10 21:29

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